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Der Ausweg von Stress auf der individuellen und kollektiven Ebene

2011/03/16 00:45
Pressemeldung von:
Conrad Nolte
Das Leben aller Lebewesen wird in Zyklen von Ruhe und Aktivität gelebt - die Ruhephasen des Schlafes dienen als Vorbereitung der Aktivitätsphasen und zur Regeneration der Abnutzungserscheinungen.

Der menschliche Körper ist demnach so konstruiert, dass er im Zyklus von Ruhe und Aktivität am besten funktioniert. Ein biologisches Prinzip ist, dass Komponenten verkümmern, wenn sie nicht benutzt werden: die Zähne fallen schneller aus, wenn wir nicht ab und zu etwas Festes kauen, die Muskeln athrophieren ( bilden sich zurück ), wenn sie nicht benutzt werden ( das sieht man bei bettlägerigen Patienten ), die Knochen reagieren ziemlich schnell auf eine Nichtbelastung ( wenn wir neue Schuhe anziehen richten sich die Knochenbälkchen innerhalb weniger Tage nach der neuen Belastung aus ), die Vernetzung der Dendriden im Nervensystem ändert sich, bedingt durch unsere Hirnaktivität, täglich.

Ohne Aktivität verkümmern die nicht benutzten Komponenten des Geist-Körper-Systems. Ohne Ruhe können sie sich nicht ausreichend regenerieren und verlieren im Laufe der Zeit ihre Funktionsfähigkeit, so wie ein Auto, dessen Teile repariert oder ausgetauscht werden, ewig läuft; sobald die essentiellen Teile jedoch ohne Reparatur im Laufe der Zeit abgenutzt werden hört das Auto irgendwann auf zu funktionieren.

Das bedeutet, der Wechsel von Ruhe und einer natürlichen Aktivität sind gesund. Als „Stress" wird im landläufigen Sinn eine Belastung gemeint, die über das normale Mass hinaus zur Beschädigung der jeweiligen Komponenten führt. Der Verhaltensforscher Hans Selye hat diesen Begriff geprägt und dabei zwischen „Eustress" ( die notwendige, dem System zuträgliche Belastung ) und „Dysstress" ( eine Beschädigung, hervorgerufen durch das Überwiegen der Abnutzung und einem Mangel an Regeneration ) unterschieden. Stress kann sowohl auf der strukturellen Ebene ( z.B. eine Muskelzerrung, Knochenbruch, etc. ) als auch auf materieller Ebene ( Stresshormone: Adrenalin, etc., Alkohol, Drogen ) wirken.

Um das Phänomen „Stress" zu verstehen ist es wichtig, die Verbindung von Psyche und Körper zu verstehen - jeder physiologische Vorgang hat eine mentale, psychische, bewusstseinsbezogene Korrelation, d.h. wenn wir den Körper beeinflussen wird dadurch auch unser Bewusstsein beeinflusst. Das gilt aber auch umgekehrt: wenn wir unser Bewusstsein in eine bestimmte Richtung lenken reagiert unser Körper darauf.

So können wir z.B. verstehen, dass Menschen, die z.B. im Beruf unter ständigem ( psychisch bedingten ) Leistungsdruck stehen, ihren Körper permanent in einer Stresssituation halten: Blutdruck, Herzschlag, Stresshormone (z.B. Adrenalin aus der Nebennierenrinde, etc.), ATP Stoffwechsel stehen alle auf hoher Aktivitätsstufe.

Genauso reagieren Menschen auf der psychischen Ebene auf Chemikalien, die im Körper diese „Stresssituation" künstlich hervorrufen - Koffein ( in Kaffee, Tee, vielen Softdrinks) ist da die bekannteste Droge.

Der von Mutter Natur entworfene Weg um den Stresskreislauf herum ist Ruhe - je tiefer die Ruhe, desto besser die Regeneration, desto besser das allgemeine Lebensgefühl, desto erfolgreicher unsere Aktivität.

Die Technik der Transzendentalen Meditation erzeugt in kürzester Zeit einen Zustand der Tiefenentspannung, der doppelt so tief wie beim Schlafen ist. In dieser Ruhe bekommt das Geist-Körpersystem die einzigartige Möglichkeit, selbst tief sitzende Ermüdungserscheinungen und Spannungen, an die der Schlaf nicht kommt, zu lösen und sich dadurch effektiv zu regenerieren.

So wie das menschliche Geist-Körper-System kann auch die menschliche Gesellschaft unter Stress leiden.

Stress ist heute der Killer Nr. 1. Das ist mit einem grossen volkwirtschaftlichen Verlust verbunden, von der Reduktion der Lebensqualität der betroffenen Menschen ganz zu schweigen.

Aus der uralten Tradition der Vedischen Rishis ( Sanskrit: „Seher" ) wissen wir, dass es genauso wie beim einzelnen Menschen neben der physiologischen Ebene der Gesellschaft auch eine kollektive „psychische" Ebene gibt, die alle Menschen in einem sozialen System miteinander verbindet. Auf dieser Ebene des „Kollektiven Bewusstseins" kommen die mentalen Impulse aller Menschen eines sozialen Systems zusammen und schaffen praktisch eine Atmosphäre, die über der Familie, der Stadt oder dem Land liegt.

Dieses „Kollektive Bewusstsein" kann man regelrecht spüren - es bildet gewissermassen das Grundlebensgefühl. Wenn wir z.B. in ein anderes Land fahren fühlt sich dort auf einer abstrakten aber nichts desto trotz konkret wahrnehmbaren Ebene alles anders an: In New York, der Stadt, die niemals schläft, fühlt man sich selbst in einem abgegrenzten Appartment anders als in einem Dorf im bayrischen Wald... . Oder der Unterschied vom Gefühl in einem tobenden Fussballstadium und einer stillen Waldlichtung ( wenn wir alle Sinneswahrnehmungen mal ausgrenzen würden), von einem Gefängniss und einem Gotteshaus, von einer Schulklasse, in der die Schüler viel Spass haben und einer, in der Angst und Schrecken herrschen.

Die Vedischen Seher ( Sanskrit: „Rishis" ) haben mit der Transzendentalen Meditation und dem Yogischen Fliegen eine Methode aufgezeigt, mit der sowohl der einzelne Mensch, aber auch ganze soziale Systeme die nötige Ruhe schaffen können, in der sich das System regenerieren kann, eine Methode, um individuellen und kollektiven Stress abzubauen und einen Zustand der Unbesiegbarkeit zu etablieren.

Autor: Conrad Nolte

Kontakt:
web: http://www.transzendentale-meditation.net