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Im SPIEGEL-Interview verrät David Lynch seinen persönlichen Pfad zur Erleuchtung

2007/04/17 19:44
Pressemeldung von:
DER SPIEGEL
David Lynch, hier in der Präsidenten-Suite des Adlon Hotels in Berlin, liebt Transzendentale Meditation (Photo by Deutsche Nachrichten Agentur)
Im SPIEGEL-Interview verrät David Lynch seinen persönlichen Pfad zur Erleuchtung

DER SPIEGEL sprach anläßlich des Kinostarts von INLAND EMPIRE mit Hollywood-Regisseur David Lynch auch über dessen Vorliebe für Transzendentale Meditation, die von Maharishi Mahesh Yogi seit 50 Jahren in über 100 Ländern gelehrt wird und weltweit mehr als sechs Millionen Bewunderer zählt.

Frage: Sie wirken immer sehr gelassen. Haben Sie eigentlich vor nichts Angst? Vieles in Ihren Filmen, auch in "Inland Empire", rührt an Urängste, vor dem Altern, dem Tod, der Desorientierung ...

Lynch: Es spielt keine Rolle, wovor ich persönlich Angst habe, das sind die ganz normalen Dinge. Wir alle müssen einmal abtreten und dabei den Körper zurücklassen, und damit sind Ängste verbunden. Aber da gibt es eine Stimme, eine Person in uns, mit der wir uns austauschen, und die ist alterslos. Sicher: Es ist seltsam, wie schnell manchmal die Zeit vergeht, aber wenn man sich auf all die Ideen und Dinge, die im Leben zu tun sind, konzentriert, dann fällt es nicht so auf.

Frage: Blinder Aktionismus als Geheimrezept gegen die Angst vor dem Tod?

Lynch: Nein, nein! Es reicht nicht, nur irgend etwas zu tun. Ängste und alle negativen Dinge verschwinden nur, wenn man mit dem großen Feld der puren Glückseligkeit Kontakt aufnimmt, das für jeden Menschen jederzeit erreichbar ist.

Frage: Wie bitte?

Lynch: Ich spreche hier von Transzendenz. Sie wissen, dass wir nur Bruchteile unserer Gehirnkapazität nutzen. Das Ziel meiner Meditationen ist aber, es voll auszunützen.

Frage: Klingt verlockend. Wie geht das?

Lynch: Es ist eine uralte Methode: Das Mantra richtet den Geist nach innen! Und wir tauchen bereitwillig ein, denn es entspricht unserer Natur, nach höherem Glück zu streben. Jede intellektuelle Ebene, die wir durch die Meditation erreichen, birgt mehr Glücksgefühl, also stoßen wir immer weiter vor, transzendieren immer mehr. Das ist eine mentale Technik. Und je weiter wir auf diesem Pfad der Erleuchtung vordringen, desto mehr Kapazitäten setzen wir frei. Wir schöpfen das volle Potential, die ganze Schönheit des menschlichen Wesens aus. Wir werden kreativer, lebendiger, ausgeglichener. Und im Gegenzug verschwindet alles Negative.

Frage: Sie betreiben diese Art der Meditation seit Anfang der siebziger Jahre. Sind Sie bereits erleuchtet?

Lynch: Nein, ich bin überzeugt, dass die Erleuchtung real ist, aber sie ist auch eine sehr große, sehr erhabene Sache. Ich befinde mich auf dem Weg dorthin. Das Schöne ist: Mit jedem Schritt wird es heller, das merke ich jeden Tag.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,477649,00.html

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