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Amerikas Milliardäre stiften Rekordbetrag

2007/01/02 23:07
Pressemeldung von:
Financial Times Deutschland
Spende in Rekordhöhe: Warren Buffett © 2007 Financial Times Deutschland, © AP
Amerikas Milliardäre stiften Rekordbetrag

von Rebecca Knight (Boston)
Financial Times Deutschland
1. Januar 2007

Die vermögendsten Bürger Amerikas haben im vergangenen Jahr Spenden für gute Zwecke in Rekordhöhe verteilt. Der Zeitung "Chronicle of Philanthropy" zufolge beliefen sich die 15 größten Schenkungen und Spendenzusagen in den USA auf 37,9 Mrd. $.

2005 lag diese Zahl bei gerade mal 2 Mrd. $. Der "Chronicle of Philanthropy" stellt alljährlich eine Liste der größten von Personen bekannt gegebenen Schenkungen zusammen.

Die höchste Einzelspende vergab Warren Buffett, der Gründer und Chef der Investmentfirma Berkshire Hathaway. Der Betrag von 31 Mrd. $, den er der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung überschrieb, stellt die größte Spende aller Zeiten dar. Doch auch ohne Buffett war es ein herausragendes Jahr - allein 15 Schenkungen beliefen sich auf 100 Mio. $ oder mehr. "Das zeigt, dass nicht nur die Bill Gates und Warren Buffetts dieser Welt spenden, sondern viele verschiedene Leute", sagte Stacy Palmer vom "Chronicle of Philanthropy".

Viele der größten Schenkungen kamen von Privatpersonen mit nach ihnen benannten Stiftungen. So belief sich die zweitgrößte Schenkung 2006 auf 1,3 Mrd. $ und kam von den Co-Chefs des US-Finanzdienstleisters Golden West Financial, Herbert und Marion Sandler. Sie spendeten das Geld der Sandler Family Supporting Foundation, die Forschungsprojekte an der Universität von San Francisco unterstützt.

Bernard Osher, Mitbegründer von Golden West Financial, ließ der Bernard Osher Foundation 723,2 Mio. $ zukommen. Die Stiftung vergibt Stipendien an Studenten aus Kalifornien. Der Gründer der Immobilienfirma Interland, Jim Joseph, vermachte der Jim Joseph Foundation 500 Mio. $. Diese Stiftung fördert Bildungsprogramme für junge Juden. "Spenden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar werden bevorzugt Stiftungen vermacht, da diese über die Infrastruktur verfügt, um sie auch richtig zu verteilen", sagte Arthur Brooks von der Maxwell School der Universität Syracuse.

Auch Hochschulen profitierten 2006 von Spenden der reichen Gönner. So stiftete Philip Knight, Chairman des Sportartikelherstellers Nike, der Stanford University Graduate School of Business, 105 Mio. $ für einen neuen Campus. Ronald Stanton, Chairman des Düngemittel- und Petrochemieunternehmens Transammonia, überschrieb der Yeshiva University in New York 100 Mio. $, und Dan Duncan, Chairman des Energiedienstleisters Enterprise Products, spendete dem Baylor College of Medicine in Houston 100 Mio. $ unter anderem für die Forschung und Programme am dortigen Krebszentrum.

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