Emanuel Schiffgens: "Berlin wird auf Turm der Unbesiegbarkeit stolz sein"
2009/01/11 05:03
Pressemeldung von:
Der Tagesspiegel Berlin
| Berlin wird auf seinen Turm der Unbesiegbarkeit stolz sein, sagt Raja Emanuel Schiffgens |
Die taz schreibt am 17. Janurar 2008 unter der Überschrift "Guru fliegt auf Teufelsberg":
Die Maharishi-Meditationsbewegung will eine "Universität des Unbesiegbaren Deutschlands" auf dem Teufelsberg errichten. Allerdings gibt es bislang noch keine Baugenehmigung.
VON KONRAD LITSCHKO
Viele Berliner ahnten: Für die Lösung der Ruinenlandschaft auf dem Teufelsberg hilft nur noch ein Wunder. Nichts Geringeres als dieses planen die Maharishi-Meditationsbewegung und der Hollywood-Regisseur David Lynch: Sie wollen auf dem Plateau des höchsten Berges der Stadt eine "Universität des Unbesiegbaren Deutschlands" errichten - Lehrgänge im "yogischen Fliegen" und den Bau eines 50 Meter hohen "Friedensturms" inklusive. "Das wird unsere Vorzeigeuniversität für Deutschland", verspricht Guru Emanuel Schiffgens, der Kopf der deutschen Maharishi-Stiftung.
Bereits im November habe er sich mit den bisherigen Besitzern über den Kauf des Bergplateaus geeinigt, so der Guru. Schon in einem Jahr, am 12. Januar 2009, soll der Lehrbetrieb der Universität aufgenommen werden - am Geburtstag des indischen Oberhaupts der Bewegung, Maharishi Mahesh Yogi.
Guru Emanuel Schiffgens ist sich dennoch "hundertprozentig sicher", das Baurecht für den Teufelsberg zu bekommen. Seine Universität sei eine "privilegierte Baumaßnahme mit übergeordneter Bedeutung" - und müsse damit nicht vom Bezirk, sondern vom Senat genehmigt werden.
Schiffgens will derweil bei Bürgermeister Klaus Wowereit sein Projekt persönlich bewerben. Das Stadtoberhaupt habe zumindest Gesprächsbereitschaft mit dem Hollywood-Filmemacher David Lynch signalisiert, der als Mentor und Mitsponsor der geplanten Universität auftritt. Lynch hatte am 13. November während eines Berlinbesuchs bereits einen Grundstein für die Universität auf dem Teufelsberg gelegt - im nächtlichen Schein von Fackelträgern und einem mit Krone und weißem Umhang bekleideten Emanuel Schiffgens.
Am gleichen Tag hatte Schiffgens auch das Grundstück erworben, wie Hanfried Schütte von den bisherigen Besitzern, der "Investorengemeinschaft Teufelsberg" (IGTB), bestätigt. Gültigkeit erhält der Kaufvertrag allerdings erst, sobald die Maharishis das Baurecht erteilt bekommen. Schiffgens betont, man werde einen "wesentlich höheren Betrag" zahlen, als die IGTB für den Erwerb des Grundstücks einst berappte. Die Investorengemeinschaft hatte das Gelände 1996 für umgerechnet 2,65 Millionen Euro erworben.
Der Kaufpreis wäre denn auch Peanuts gegen die veranschlagten 120 Millionen Euro, die für die Errichtung der Universität investiert werden sollen. Zwei Hauptgebäude mit weißen Marmorfassaden und einen zwölf Etagen hohen "Friedensturm" mit Sternwarte plant die Stiftung. Besonders der Turm werde "sicher schnell zum neuen Wahrzeichen Berlins avancieren", ist Schiffgens überzeugt. Auf dem 4,7 Hektar großen Gelände soll zudem ein ausgedehntes Parkgelände geschaffen werden. Den rund 1.000 Studenten sollen neben den traditionellen akademischen Studienrichtungen auch Kurse der "transzendentalen Meditation" und des "yogischen Fliegens" angeboten werden.
Die Maharishis sind überzeugt, durch gemeinsames Meditieren einen Zustand der Glückseligkeit zu erreichen, der Stress, Süchte und Negativität vertreibt. Mit einer ausreichenden Zahl an Teilnehmern sei es sogar möglich, Gewalt und Kriegen entgegenzuwirken. Damit könne Deutschland "unbesiegbar" gemacht werden. So sei es der Organisation nach eigenen Auskünften auch gelungen, mit Massenmeditationen den Kalten Krieg zu beenden und Deutschland wiederzuvereinigen.
Guru Emanuel Schiffgens: Man wolle und werde Berlin stolz auf die Unbesiegbarkeits-Uni machen. Und schließlich habe das Land auch handfesten Nutzen aus der Ansiedlung. Bereits nach einem Jahr Lehrbetrieb, so hat Schiffgens errechnet, werde durch das gemeinsame Meditieren der Studenten ein Rückgang der Berliner Kriminalitätsrate, der Unfälle und der Krankenhauseinweisungen von 20 Prozent eintreten. Maharishi sei Dank.
Quelle:
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=bl&dig=2008%2F01%2F17%2Fa0139&cHash=a7850e9788
Die Maharishi-Meditationsbewegung will eine "Universität des Unbesiegbaren Deutschlands" auf dem Teufelsberg errichten. Allerdings gibt es bislang noch keine Baugenehmigung.
VON KONRAD LITSCHKO
Viele Berliner ahnten: Für die Lösung der Ruinenlandschaft auf dem Teufelsberg hilft nur noch ein Wunder. Nichts Geringeres als dieses planen die Maharishi-Meditationsbewegung und der Hollywood-Regisseur David Lynch: Sie wollen auf dem Plateau des höchsten Berges der Stadt eine "Universität des Unbesiegbaren Deutschlands" errichten - Lehrgänge im "yogischen Fliegen" und den Bau eines 50 Meter hohen "Friedensturms" inklusive. "Das wird unsere Vorzeigeuniversität für Deutschland", verspricht Guru Emanuel Schiffgens, der Kopf der deutschen Maharishi-Stiftung.
Bereits im November habe er sich mit den bisherigen Besitzern über den Kauf des Bergplateaus geeinigt, so der Guru. Schon in einem Jahr, am 12. Januar 2009, soll der Lehrbetrieb der Universität aufgenommen werden - am Geburtstag des indischen Oberhaupts der Bewegung, Maharishi Mahesh Yogi.
Guru Emanuel Schiffgens ist sich dennoch "hundertprozentig sicher", das Baurecht für den Teufelsberg zu bekommen. Seine Universität sei eine "privilegierte Baumaßnahme mit übergeordneter Bedeutung" - und müsse damit nicht vom Bezirk, sondern vom Senat genehmigt werden.
Schiffgens will derweil bei Bürgermeister Klaus Wowereit sein Projekt persönlich bewerben. Das Stadtoberhaupt habe zumindest Gesprächsbereitschaft mit dem Hollywood-Filmemacher David Lynch signalisiert, der als Mentor und Mitsponsor der geplanten Universität auftritt. Lynch hatte am 13. November während eines Berlinbesuchs bereits einen Grundstein für die Universität auf dem Teufelsberg gelegt - im nächtlichen Schein von Fackelträgern und einem mit Krone und weißem Umhang bekleideten Emanuel Schiffgens.
Am gleichen Tag hatte Schiffgens auch das Grundstück erworben, wie Hanfried Schütte von den bisherigen Besitzern, der "Investorengemeinschaft Teufelsberg" (IGTB), bestätigt. Gültigkeit erhält der Kaufvertrag allerdings erst, sobald die Maharishis das Baurecht erteilt bekommen. Schiffgens betont, man werde einen "wesentlich höheren Betrag" zahlen, als die IGTB für den Erwerb des Grundstücks einst berappte. Die Investorengemeinschaft hatte das Gelände 1996 für umgerechnet 2,65 Millionen Euro erworben.
Der Kaufpreis wäre denn auch Peanuts gegen die veranschlagten 120 Millionen Euro, die für die Errichtung der Universität investiert werden sollen. Zwei Hauptgebäude mit weißen Marmorfassaden und einen zwölf Etagen hohen "Friedensturm" mit Sternwarte plant die Stiftung. Besonders der Turm werde "sicher schnell zum neuen Wahrzeichen Berlins avancieren", ist Schiffgens überzeugt. Auf dem 4,7 Hektar großen Gelände soll zudem ein ausgedehntes Parkgelände geschaffen werden. Den rund 1.000 Studenten sollen neben den traditionellen akademischen Studienrichtungen auch Kurse der "transzendentalen Meditation" und des "yogischen Fliegens" angeboten werden.
Die Maharishis sind überzeugt, durch gemeinsames Meditieren einen Zustand der Glückseligkeit zu erreichen, der Stress, Süchte und Negativität vertreibt. Mit einer ausreichenden Zahl an Teilnehmern sei es sogar möglich, Gewalt und Kriegen entgegenzuwirken. Damit könne Deutschland "unbesiegbar" gemacht werden. So sei es der Organisation nach eigenen Auskünften auch gelungen, mit Massenmeditationen den Kalten Krieg zu beenden und Deutschland wiederzuvereinigen.
Guru Emanuel Schiffgens: Man wolle und werde Berlin stolz auf die Unbesiegbarkeits-Uni machen. Und schließlich habe das Land auch handfesten Nutzen aus der Ansiedlung. Bereits nach einem Jahr Lehrbetrieb, so hat Schiffgens errechnet, werde durch das gemeinsame Meditieren der Studenten ein Rückgang der Berliner Kriminalitätsrate, der Unfälle und der Krankenhauseinweisungen von 20 Prozent eintreten. Maharishi sei Dank.
Quelle:
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=bl&dig=2008%2F01%2F17%2Fa0139&cHash=a7850e9788
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