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SWR Nachtcafe - Eine Gruppe Yogischer Flieger ebnet den Weg aus der Krise

2006/11/23 16:35
Pressemeldung von:
Dr. iur. Günther Hermann
Dr.iur. Günther Hermann empfiehlt Yogisches Gruppenfliegen als Weg aus der Krise
Dr. jur. Günther Hermann schreibt an Herrn Dr. Wieland Backes, Redaktion Nachtcafe, SWR Südwestrundfunk Stuttgart

Sehr geehrter Herr Dr. Backes,

das Thema Ihrer nächsten Sendung: „Ausgebrannt, depressiv, lebensmüde – Wege aus der Krise“ spricht mich sehr an.

Als junger neu eingestellter Personalleiter eines größeren Maschinenbauunternehmens hatte ich Mitte der 60er-Jahre die damals fast unlösbare Aufgabe, auf einem leergefegten Arbeitsmarkt hochkarätige Fachkräfte zu rekrutieren, um auf dem Hintergrund eines mehrjährigen Auftragspolsters die zügige personelle Erweiterung unseres Unternehmens zu organisieren.

Diese Substanz zehrende Tätigkeit stellte mich dann vor die Entscheidung, so weitermachen mit allen Konsequenzen für die Gesundheit – aussteigen und ein ganz anderes Leben beginnen (small is beautiful) – oder einen dritten Weg suchen.

Die Suche nach Letzterem führte mich zunächst zum Autogenen Training, dessen Möglichkeiten mir aber nicht ausreichend erschienen, so dass ich auf Empfehlung der dieses leitenden Ärztin und Psychotherapeutin die Transzendentale Meditation ( TM ) erlernt habe, eine geistige Technik aus dem 4-5 Jahrtausende alten Yoga nach der Tradition der vedischen Meister Indiens, deren heutiger Vertreter Maharishi Mahesh Yogi ist .

Und hier bin ich fündig und beruflich immer souveräner bei wieder guter Gesundheit geworden. Ich übe diese Technik täglich 2x zusammen mit meiner Frau seit über 38 Jahren aus. Sohn und Tochter sowie ein 12-jähriger Enkel tun dasselbe. Wir erfahren dabei eine ganz tiefe Entspannung und Ruhe, aus der wir neue ungeahnte Kräfte schöpfen. Das Leben läuft leichter, unproblematischer und zielstrebiger und wird optimistischer als Ausdruck und Teil einer faszinierenden kosmischen Grundordnung tief in unserem eigenen Selbst erfahren.

Diesen inneren Ort der Stille, Kraft und Ordnung, den Maharishi als Bereich reinen Bewusstseins und Heim aller Naturgesetze bezeichnet, kennt auch unsere europäische philosophische Tradition wie natürlich auch alle Weltreligionen, nur dass dieses dynamische Kraftfeld dort mit religiösen Begriffen umschrieben wird ( Lukas 17,21 :“Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in Euch“). Die moderne Quantenfeldtheorie beschreibt diesen Ursprung aller Materie als „ Einheitliches Feld“.

Das Bestreben der Deutschen Mystik war, in der „unio mystica“ das innerste Wesen der Welt zu erkennen, seine Wahrheit zu erfassen und zu leben. Meister Eckehart:“Ich wollte nichts, ich begehrte nichts, denn ich war nur ein Sein und wollte kein ander Ding.“ Angelus Silesius: “Christ mein , wo läufst Du hin? Der Himmel ist in Dir! Was suchst Du ihn denn erst bei eines anderen Tür?“ Jakob Böhme: „Der innerste Grund der Seele ist die göttliche Natur. Sie ist das Zentrum Gottes.“ Und Goethe, der von Jakob Böhme tief beeindruckt war in seinem Vermächtnis: “sofort nun wende Dich nach innen: Das Zentrum findest Du da drinnen, woran kein Edler zweifeln mag.“ Und auch Schopenhauer erklärte: „Die einzige Stelle , die uns einen Zugang in das Innere der Welt ermöglicht, liegt in uns selbst.“ Hermann Hesse´s Sidharta suchte Erleuchtung durch die Realisierung dieses Bereiches.

Kant’s großes Verdienst ist die Unterscheidung der Welt der Erscheinungen wie sie von unseren Sinnesorganen wahrgenommen werden vom Ding an sich, gleichzusetzen mit diesem zuvor beschriebenen zeit -und gegenstandslosen inneren Bereich höchster Stille, Ordnung und schöpferischer Kreativität. So auch schon Plato in seinem Höhlengleichnis. Also ein Bereich ständigen Wandels, daher relativ, dem ein ewig unveränderlicher, also absoluter Bereich aller potenzieller Möglichkeiten einschließlich seiner hierarchisch angeordneten Ordnungsstrukturen zugrunde liegt.

Aber wie dorthin gelangen, diesen Bereich in uns lebendige Wirklichkeit werden lassen? Darüber geben die genannten Quellen keinen umsetzbaren Aufschluss. Wir können nur mutmaßen, dass diese hoch entwickelten Menschen noch die Fähigkeit besaßen, in der Stille ohne Hindernis dorthin zu gelangen. Die heilige Theresa von Avila hat berichtet, dass sie in ihrem Gebet so tief versunken war, dass sie für ein Vaterunser oft eine Stunde gebraucht hat.

Wenn der moderne Mensch einen solchen Versuch unternimmt, mit geschlossenen Augen tiefe innere Ruhe zu finden, dann wird mit Sicherheit ein Fülle oder gar eine Flut von Gedanken den Zugang zu diesem Bereich blockieren und er wird resigniert diesen ergebnislosen Versuch abbrechen.

Hier bieten bei geschlossenen Augen bequem sitzend und bei ruhevoller innerer Wachheit die Meditationstechniken aus dem Yoga, durch die Nutzung bestimmter inhaltsloser Wortklänge die Möglichkeit, den Bereich der Gedanken, diesen relativen Bereich der Veränderung zu verlassen und in den absoluten Bereich der Grundordnung unseres Universums zu gelangen, sich in ihn, wenn auch zunächst nur für kurze Augenblicke, voll zu integrieren. Also eine völlige Identifikation und Synchronisation mit der Folge, dass die Qualitäten und Ordnungsmuster dieses Bereiches in zunehmendem Maße aus der Meditation in das relative Alltagsgeschehen transferiert und dort verfügbar werden, bis einmal ein Zustand erreicht ist, bei dem „der kosmische Computer“ online verfügbar bleibt, was in der spirituellen Literatur als Erleuchtung bezeichnet wird.

Die Verwendung einer Technik bedeutet, der Vorgang ist bis zur erfolgreichen Anwendung systematisch erlernbar, wiederholbar und nachprüfbar. Und jeder der denken kann, kann auch meditieren. Religiöse Glaubensinhalte werden dabei nicht tangiert.

Ihr Thema „……Wege aus der Krise“ betrifft leider nicht nur einen begrenzten, überschaubaren Kreis unserer Gesellschaft, sondern Millionen von Mitbürgern, die abhängig sind von Alkohol, Drogen, Medikamenten und anderen Süchten oder die ein völlig frustriertes Dasein führen, wie Millionen von Arbeitslosen und enttäuschten Jugendlichen, die ihr aufgestautes Aggressionspotential durch Gewaltanwendung abreagieren. Ein hoher Prozentsatz der Berufstätigen fühlt sich von seiner Tätigkeit in hohem Maße überfordert und lebt in einer kontinuierlichen Existenzangst: „Wie lange kann ich das noch durchhalten“. Die weit verbreitete Politikverdrossenheit rührt im wesentlichen davon her, dass die Menschen sich in ihren Ängsten und Nöten von der Politik allein gelassen fühlen, die ihrer Aufgabe nicht nachkommt, neue Wege zu suchen.

Wir müssen deshalb die klare Feststellung treffen, unsere ganze Gesellschaft steckt in einer tiefgründigen und elementaren Krise, die eine völlige Neuorientierung ihrer Grundlagen erforderlich macht. Der erste Schritt aus dieser Krise ist bereits getan, wenn wir uns deren Ausmaß und dem Erfordernis eines Neubeginns bewusst sind und dieses Thema mit Priorität und Tiefgang behandeln. Dabei darf es keine Tabus geben. Wir müssen alles, aber wirklich auch alles in Frage stellen, um daraus eine neue Ordnung mit tragfähigen Werten entstehen zu lassen. Das ist in erster Linie eine geistige Erneuerung, der ihre materielle Entsprechung folgt. Und nicht wie wir es tun, auf der Grundlage einer fragwürdig gewordenen Wertordnung die materielle Welt anders und besser strukturieren zu wollen.

Aus der Sicht des Yoga lautet die Diagnose unserer gegenwärtigen Situation ganz eindeutig: Mensch und Gesellschaft haben sich mehr und mehr aus der Ordnung unseres Kosmos heraus gelebt und eine brüchige Schein- und Ersatzordnung geschaffen, die nun zu zerbrechen droht. Eine kontinuierliche Verletzung der Naturgesetze fordert ihre hohen Opfer in allen Lebensbereichen.

Die Therapie ist auch sehr einfach, erfordert aber ein grundsätzliches Umdenken: Ihr Menschen müsst so viel Kohärenz aus dem zuvor beschriebenen Bereich reinen Bewußtseins mobilisieren, dass ihr wieder in die Lage versetzt seid, ein Leben auf der Ebene der Grundordnung des Universums und im Einklang mit all seinen Naturgesetzen zu leben. Dann wird Euch die Natur in all Euren Bestrebungen unterstützen und fördern. Biblisch gesprochen: Der verlorene Sohn muss wieder zum Vater zurückkehren. Oder wir müssen mit der Forderung der Aufklärung wirklich ernst machen: „Zurück zur Natur“. Nicht nur wie Rousseau in seinem Erziehungsroman Emil meinte, ein mit der gegenständlichen Natur in Einklang befindliches Leben führen, sondern mit allen Ordnungsstrukturen unseres Kosmos, mit seinen sämtlichen Naturgesetzen. Dies ist natürlich auf der vordergründigen Ebene überhaupt nicht zu schaffen und erfordert die Mobilisierung unserer geistigen Kapazität in der zuvor aufgezeigten Richtung. Dass wir das vermögen, zeichnet uns als Menschen aus, im Gegensatz zu den Tieren, die kraft ihres Instinktes in diesen Bereich aller Naturgesetze fest eingebunden sind. Unsere Willensfreiheit hat uns aus diesem Bereich herausgeführt, sie kann und muss uns auch wieder dorthin zurückführen, um ein der Menschenwürde entsprechendes Leben zu führen.

Was ist aus der Sicht dieser Ausführungen also zu tun?

Die in den Yoga-Sutren des Patanjali beschriebenen Fortgeschrittenentechniken, die Sidhi-Techniken, die zusätzlich zur Transzendentalen Meditation ausgeführt werden, setzen insbesondere mit ihrem Aspekt „Yogisches Fliegen“ ein so hohes Maß an Geordnetheit aus dem beschriebenen Feld frei, dass bereits Gruppen, die in ihrer gemeinsamen täglichen Ausführung die Wurzel aus 1% einer Bevölkerung erreichen, eine sehr positive und friedvolle Grundsituation in der Gesellschaft erzeugen. Für Deutschland ist dies eine Gruppe von etwa ständig 900 Teilnehmern. Ihre Kosten entsprechen einem geringen Bruchteil des erzeugten Nutzwertes. Jeder Einzelne kann dann durch Erlernen dieser Techniken den persönlichen Nutzwert noch steigern.

Über 700 in den letzten 20 Jahren weltweit durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen, darunter zahlreiche zu den in allen Lebensbereichen erzielten günstigen Gruppeneffekten, bestätigen die Wirksamkeit dieser Techniken.

In den USA ist die Installierung einer ständigen Gruppe von 1750 Experten in diesen Tagen abgeschlossen worden, unterstützt von der David-Lynch-Foundation und zahlreichen weiteren einflussreichen Persönlichkeiten, die die Überzeugung gewonnen hatten, dass in ihrem Land der trend of time grundlegend zu ändern ist. Wann ist in Deutschland die Zeit reif für den Paradigmenwechsel?

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. iur. Günther Hermann

Kontakt:
web: http://Deutsche-Nachrichten-Agentur.de